Ev.-Luth. Christuskirchengemeinde, Wiesbaden

Pfarrer Alfred Prange

Ostern erleben

Liebe Gemeindeglieder der Wiesbadener Christuskirchengemeinde, liebe Freunde, Leserinnen und Leser!

„Ihre Augen wurden gehalten“ (Lukas 24, 13 – 35). So gehen die Emmausjünger ihren Weg am Ostermorgen: Traurig und ohne Hoffnung.

Aber das bleibt nicht so. Durch die Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, in seiner Gemeinschaft, unter seinem Wort und in der Tischgemeinschaft mit ihm verändert sich ihr Lebensweg: „Ihre Augen wurden geöffnet“. Sie erkennen und sehen. Erleben ihren Begleiter als den, der er ist: der auferstandene und lebendige Herr Jesus Christus.

Auch wir sind eingeladen, diese Gemeinschaft mit unserem Herrn Jesus Christus zu leben und uns unter seinem Wort die Augen „öffnen“ zu lassen.

Viele unterschiedliche Einladungen und Möglichkeiten liegen vor uns: die großen christlichen Feiertage beginnend mit Gründonnerstag – Erinnerung an die Einsetzung des Heiligen Abendmahls -, Karfreitag Kreuzigung und Todestag Jesu -, Ostern – Auferstehungsfest unseres Herrn Jesus Christus, Himmelfahrt – seine Rückkehr zum Vater und die Verheißung eines anderen Trösters, der bei uns sein wird, „der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen“, sagt Christus selbst, „der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“. Also: uns die Augen öffnen -, und dann die Erfüllung dieser Zusage zum ersten Wochenende im Juni nach diesem Gemeindebrief: Pfingsten, das Kommen des Heiligen Geistes.

Eine total gefüllte Zeit, die wir mit vielen Festgottesdiensten feiern. Und daneben die Sonntagsgottesdienste, wo wir uns jeweils am ersten Tag der Woche – die Woche beginnt nach christlichem Verständnis mit dem Sonntag und nicht mit dem ersten Arbeitstag am Montag – an Jesu Auferstehung und die lebendige Gegenwart unseres Gottes erinnern lassen. Oder auch im Kindergottesdienst und den Wochenveranstaltungen, wo wir in seinem Namen zusammen kommen und der Zusage vertrauen dürfen, dass dort, wo wir das tun, er mitten unter uns ist. Selbst dort, wo wir nur zwei oder drei sind. Also nicht nur bei großen christlichen Events, sondern auch dort, wo wir, vielleicht mit Partner oder Familie, den Tag unter einem Gebet beginnen.

Die Emmausjünger bleiben nicht ohne Hoffnung, nicht traurig. Sie gehen aus diesen Begegnungen verändert heraus: voller Freude, Staunen und der Gewissheit: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden“.

Und so kehren sie wieder zurück nach Jerusalem und erzählen von all den Dingen, die sie gehört und gesehen haben.

Eine solche ständige Veränderung und einen solchen fröhlichen Lebensweg
wünscht Ihnen/Euch

Euer Vakanzpfarrer Alfred Prange