Ev.-Luth. Christuskirchengemeinde, Wiesbaden

Pfarrer Peter Kiehl

 

 

Liebe Gemeindeglieder der Wiesbadener Christuskirchengemeinde, liebe Freunde, Leserinnen und Leser!

Energie ist nötig. Sonnengelb schwebt die Taube auf dem Bild über der Kirche mitsamt ihrem Bodenpersonal.

Ohne Energie funktioniert das tägliche Leben nicht: keine Dusche, keine Heizung, kein warmes Essen, keine Medien, keine Fortbewegung. Auch der Glaube braucht Energie. Sonst wird er kalt und bewegt niemanden.

Die ersten christlichen Gemeinden waren voller Energie, die Kraft des Gottesgeistes war zu spüren. Man könnte neidisch werden, wenn man beim heiligen Paulus die lange Liste dessen liest, was der Geist der Gemeinde in Korinth gegeben hat: Weisheit, Erkenntnis, Glaube, die Gabe, gesund zu machen, die Kraft, Wunder zu tun, prophetische Rede, die Gabe, die Geister zu unterscheiden … (vgl. 1. Korinther 12, 8 ff.).

Energie muss da sein. Energie muss aber auch fließen. Wenn ich den Stecker aus der Steckdose ziehe, kann die Stehlampe nicht leuchten, der Kühlschrank kann nicht kühlen, der Handy-Akku lädt nicht auf. Wenn wir uns von der Gemeinde trennen, kann die Energie des Heiligen Geistes nicht fließen. Wir brauchen die Kirche.

Und die Kirche braucht uns. Im ersten Korintherbrief lesen wir, wie „durch den Geist“ dem einen die eine Gabe und dem anderen eine andere Gabe gegeben sind, weil keiner alles bekommen hat. Gott bindet uns so zusammen, indem er seine Gaben unter uns verteilt. Es gibt Christen, die können andere ermutigen. Es gibt Christen, die können zwar nicht gut reden, aber dafür wunderbar singen oder musizieren. Im Pfarrkonvent tun mir Mitbrüder gut, die schwierige Probleme mit Humor lösen können. Jedem von uns teilt der Heilige Geist das Seine zu, so wie er will.

Energie ist da. Schließen wir uns an – und keinen aus! Schließen wir uns an die „Steckdosen des Heiligen Geistes“ an: die Lehre der Apostel, das heilige Abendmahl, die Gemeinschaft, das Gebet (vgl. Apostelgeschichte 2, 42).

Dass diese grundlegenden Dinge in der Gemeinde präsent und geordnet sind, dafür gibt es das kirchliche Hirtenamt. Der Superintendent hat mich damit beauftragt, ab Mai dieses Jahres die Christuskirchengemeinde Wiesbaden in der Zeit der Vakanz zu begleiten. Sie können mich telefonisch und per E-Mail gut erreichen.

Beten wir miteinander darum, dass die Christuskirche bald wieder einen Seelsorger bekommt, der für eine „geregelte Energiezufuhr“ durch Wort und Sakrament sorgt!

Mit herzlichen Segenswünschen grüßt

Pfarrer Peter Kiehl