Ev.-Luth. Christuskirchengemeinde, Wiesbaden

 

 

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1, 14

Liebe Glieder der Christuskirchengemeinde Wiesbaden!

Wenn Sie diese Andacht lesen, hat gerade die Zeit des Kirchenjahres begonnen, die sich „Advent“ nennt. Das Wort „Advent“ kommt vom dem lateinischen Wort adventus und meint nichts anderes als „Ankunft“ oder „Kommen“. Dieser Begriff bezieht sich in der Antike auf das Kommen oder die Ankunft eines großen Königs, oder selbst eines Gottes. Für uns Christen bezieht der Begriff sich auf das Kommen von Jesus Christus. Und zwar sowohl auf sein erstes Kommen in unsere Welt, geboren von der Jungfrau Maria, als auch auf sein zweites Kommen am Jüngsten Tag, in Herrlichkeit zu richten die Lebendigen und die Toten. Das heißt: Im Advent geht es nicht nur um das Vorbereiten auf die Menschwerdung Gottes zu Weihnachten, sondern auch um das Vorbereiten auf die Wiederkunft Jesu Christi am letzten Tag.

Wir leben in der Endzeit. Das heißt, zwischen Christi erstem und seinem zweiten Kommen. ER ist seit seiner Himmelfahrt nach seinem ersten Advent immer bei uns. Seine Gegenwart wird für uns durch den Heiligen Geist hörbar und sichtbar in dem verkündigten Wort und den Sakramenten. Doch wir warten zugleich auf seine Wiederkunft, wo wir Christen unseren Herrn sehen werden von Angesicht zu Angesicht in nie endender Herrlichkeit. Bis dahin warten wir auf seinen zweiten Advent und feiern seinen ersten.


Auf dem Bild ist die Krippe unserer Kirche zu sehen, die auch in diesem Jahr wieder unter dem Weihnachtsbaum aufgestellt sein wird. Diese Krippe veranschaulicht Jesu ersten Advent, seine Geburt, die Fleischwerdung Gottes unter uns Menschen. Hier ist zu sehen, wie Mensch und Tier anbetend das Wunder der Heiligen Nacht bestaunen.

Diese Krippe ist eine Einladung an uns alle, es Maria und Joseph, den Hirten und Weisen an der Krippe zu Bethlehem gleichzutun: Dorthin zu kommen, wo Jesus Christus zu finden ist. Ihn finden wir nicht mehr als Kind in der Krippe, dafür aber als auferstandenen Herrn in seiner Kirche, wo er uns mit seinem Heil und seinen Gaben beschenken will.


So seien Sie herzlich eingeladen zu den Gottesdiensten unserer Gemeinde und speziell auch den besonders geprägten Gottesdiensten über die Weihachtstage. In ihnen will der fleischgewordene ewige Gott bei uns seinen Advent halten!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine fröhliche Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr

Pfarrer Michael Ahlers